NO WORK AND ALL PLAY (UA) • PRINZIP GONZO

PREMIERE – DONNERSTAG, 5. MÄRZ 2020

KONZEPT UND REALISATION: PRINZIP GONZO (ROBERT HARTMANN, TIM TONNDORF), AUSSTATTUNG: THEA HOFFMANN-AXTHELM,
GAME-DESIGN: MARKUS SCHUBERT, DRAMATURGIE: SASCHA KÖLZOW


Zum Inhalt:
Dass uns die Arbeit ausgeht, wissen wir schon lange. Automatisierung, Digitalisierung und sogenannte „künstliche Intelligenz“ beschleunigen bzw. verschärfen diesen Prozess, der nicht zwingend in der Katastrophe enden muss – wenn wir uns vorstellen können, dass sich die Welt um etwas anderes dreht als den Arbeitsmarkt. Das Theaterkollektiv Prinzip Gonzo nimmt diese Herausforderung an und verbindet Theater, Computer-, Rollen- und Gesellschaftsspiel. Das Publikum wird zu aktiven Mitspielerinnen in direkter Interaktion mit den Schauspielerinnen sowie einer eigens entwickelten Software: Es gilt, ein Sinn stiftendes Äquivalent zum Lohnerwerb zu finden und das Verhältnis von Leben und Arbeit radikal zu überdenken. Hierfür verlassen wir das Theater und machen frühere Büroräume der Grundig AG im Nürnberger Stadtteil Langwasser zum Spiel-Ort.

Besetzung:
Musen: Katharina UhlandFrank DameriusAmadeus KöhliFelix MühlenMaximilian PulstMoritz SchulzeTeodora KoevaNabil IftekharMelanie Klos,
Bots: Sonja MorgensternMelanie NegeleViktoria BadewitzSvetlana ReimerFlorian WetzelKarl Grus,


Kritik:
Sie betreten ein Gebäude, das früher einmal das Herzstück eines großen, so genannten „Arbeit-Gebers“ war – eine damals wichtige und mächtige Entität. Das ganze Leben drehte sich darum, Arbeitskraft und Lebenszeit gegen Geld zu verkaufen. Jahrzehnte ist das nun her. Inzwischen ist in das Gebäude eine Nachfolgeinstitution eingezogen: das Ministerium zur Untersuchung einer sinnstiftenden Existenz (MUSE). Denn auch nach der Epoche der Erwerbs-Arbeit wollen die Menschen selbstverwirklichend tätig sein. Doch die neu gewonnene Freiheit stellt die Menschen vor Herausforderungen. Hier hilft das MUSE: Spielerisch werden verschiedene Angebote ausprobiert um herauszufinden, wie „Arbeit“ individuell definiert werden kann und was in der neuen Welt ein persönlich sinnstiftendes Äquivalent wäre. Doch es gibt einen Haken: Nicht jeder Mensch ist von Anfang an bereit, lange Gelerntes abzustreifen und sich diesem neuen Zeitalter der Suche nach den ureigensten Bedürfnissen zu öffnen. Und die immer fortschrittlicheren technologischen Ressourcen – so komfortabel sie sind – sind begrenzt. Besitzen Sie die nötigen Fähigkeiten um schlussendlich Ihre ganz persönliche LUST (Laut Untersuchung sinnstiftende Tätigkeit) zu erforschen? Und was passiert, wenn plötzlich der Strom ausfällt …?

Riesenapplaus!

 

☚ # ALPHA • EIN LIEDERABEND
Related article
leave your comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.